Detailplanung und Materialliste

Ist die Entscheidung für ein bestimmtes System gefallen, die Größe und Art des Podestes festgelegt, geht es in die detaillierte Planung.

Bühnenbau ist sehr komplex, die Thematik nimmt im Rahmen der Ausbildung zum Veranstaltungstechniker viele Wochen in Anspruch.

Neben den bereits besprochenen Sicherheitsaspekten ist die Standfestigkeit, die Stabilität und eine feste Verbindung aller Podestplatten und Füße zu beachten. Da jedes Bühnensystem über viele verschiedene Befestigungsteile und -varianten verfügt, wird dies leicht unübersichtlich. Der Planer sollte das jeweilige System und seine Kennwerte sehr genau kennen.

Im ersten Schritt – und bei zusammenhängenden, ebenen Podesten in der Regel der einzige – ist eine Aufsicht zu skizzieren:

 

 

Sie enthält die einzelnen Platten und markiert die notwendigen Verbinder. Hier läßt sich meist auch schon die Zahl der notwendigen Füße entnehmen.

Ist das Podest in räumliche Gegebenheiten einzupassen, sind Seitenansichten ratsam.

 

 

Hier können – falls notwendig – die Verstrebungen eingezeichnet werden.

Die Plänen dienen später als Vorlage zu einem sachgerechten Aufbau.

(Anmerkung: obige Pläne stammen teils aus unterschiedlichen Projekten)

 

Nun folgt die Zusammenstellung des notwendigen Materials als Grundlage einer folgenden Bestellung.

 

Postscriptum:

Das hier vorgestellte Procedere mit all den Zwischenschritten und Zeichnungen bezieht sich auf komplexe, umfassende Bühnen- und Chorpodestbauten und sollten zumindest von einem Fachmann überprüft werden, bevor Akteure das Podest besteigen.

Viele Bühnen- und Chorpodeste sind in Planung und Aufbau weniger komplex und lassen sich schneller planen. Sorgfalt und eine gewisse Systemkenntnis ist in jedem Fall erforderlich.

Es stehen Menschen auf dem Podest, deren Sicherheit allen Erwägungen und Belangen voran zu stellen ist.

Gern beraten wir Sie bei ihrem Projekt!

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